WISSENSWERTES ÜBER DIE GEMEINDE

Winzerdörfer mit langer Geschichte - Lebenswert im Hier & Heute


Foto: Marco Rothbrust
Foto: Marco Rothbrust

Das kleine Kattenes ...

... ist mit seinen rund 500 Einwohnern das kleinste Moseldorf der näheren Umgebung. Schon in römischer Zeit gab es hier eine Siedlung, wie Funde beweisen. Frühneuzeitliche Abschriften von ursprünglich 1030 und um 1224 verfassten Schriftstücken benennen den Ort (wohl fehlerhaft) "Caneda" bzw. "Cechen". Die ältesten Original-Quellen (14. Jhd.) schreiben jedoch  "Kackenes"/"Kakenes", woraus späterhin "Cathanes"/"Cathenes" entstand. Daraus leitete man oftmals den Ortsnamen in Unkenntnis der Frühformen von einer als Zollschranke über die Mosel gespannten Kette (lat. catena) ab.
Seit jeher schon gehörte Kattenes mit seiner Filialkirche (St. Anna) zur Pfarrei Löf, mit Wirkung zum 31.12.1975 ging man dann auch als "politisch" mit dem größeren Nachbarort zusammen. Die Distanz der Ortseingänge beträgt über die B416 mit anliegendem Rad-/Fußweg gerade einmal einen Kilometer.

 

Entlang des hier geraden Mosellaufes bettet sich Kattenes in die waldige Umgebung ein. Von dem Flair des einstigen Winzerdorfes zeugen noch heute beliebte Winzerlokale mit eigener Weinherstellung. Überregionale Berühmtheit erreichte Kattenes in den 1950er/1960er Jahren durch den hier produzierten Kräuterlikör "Moselfeuer". Neben den Gasthäusern, zwei Cafés und einer großen Gärtnerei hat Kattenes ein aktives Vereinsleben (Schützen, Fremdenverkehr, Möhnen und Junggesellen) zu bieten. Das 1989/90 errichte Bürgerhaus mit umliegenden Dorfplatz ist auch Standort des alljährlichen Wein- und Heimatfestes.

 

Einzigartig ist das Katteneser Mühlental, das sog. "Tal der 13 Mühlen".  Entlang einer sehr steilen Straße tummeln sich unweit voneinander zahlreiche historische Getreide- und Öl-Mühlen mit alten Wohn- und Wirtschaftsgebäuden. Nach jahrhundertelangem  Betrieb standen auch die letzten Mühlräder seit den 1930ern Jahren still. Erfreulicherweise ist ein Großteil der Gebäude dank aufwendiger Renovierungen in einem sehenswerten Zustand und geben dem engen Tal ein besonderes Flair.


Foto: Willi Probstfeld
Foto: Willi Probstfeld

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Löf - am Moselstrande ...

... ist mit seinen rund 1.000 Einwohnern das größere Dorf und Namensgeber der Gemeinde. Es liegt mittig zwischen den Städten Koblenz, Cochem und Mayen (jeweils ca. 25 km entfernt). Löf ist ein uralter Pfarrort mit altem Ortskern zwischen der "Niederbach" (bei der Pfarrkirche St. Luzia) und der "Korngasse", von wo schon vor Jahrhunderten die Wege hinauf ins fruchtbare Maifeld führten. Neben zahlreichen römischen Siedlungsspuren gibt es sogar Einzelfunde aus der Späthallstatt-/Frühlatènezeit (6.-4. Jhd. v. Chr.). Die älteste erhaltene Urkunde nennt Löf im Jahr 893. Aus "Loabia"/"Loauia", wurde später "Loeve", "Loeff" - Löf.

 

Seit dem fortschreitenden 20. Jahrhundert breitete sich die Ortslage in die weitläufige, flach ansteigende Gemarkung im Löfer Moselbogen aus. Wenige Schritte sind es zum Moselufer, zu den weiten Wiesen- und Ackerflächen und den waldigen Tälern des Kehr- und Alzbachtales. Weinbau und Landwirtschaft haben das Ortsgeschehen bis weit ins 20. Jahrhundert hinein bestimmt. Seither hat auch Löf durch touristische, gastronomische und kulturelle Angebote sowie eine familien- und pendlerfreundliche Infrastruktur den Wandel hin zu einem attraktiven "Wohn-Ort" vollzogen. Gleichzeitig weist Löf (zusammen mit Kattenes) aufgrund mehrerer beliebter Hotels und Gasthäuser die höchsten Übernachtungszahlen der Untermosel auf.

 

Die Reben der Löfer Moselweine (zumeist Riesling) reifen in den Weinlagen "Goldblume" und "Sonnenring". Noch heute erschaffen hier Winzer aus Löf und Nachbarorten Jahr für Jahr nach bis in die Römerzeit reichender Tradition geschmackvolle  Weißweine. Repräsentiert werden sie seit 1973  ununterbrochen von einer Löfer Weinkönigin.
Eine Besonderheit ist in den schattigen Talhängen des Kanauls und des Falkenberges im Kehrbachtal zu finden: Hier wächst in üppiger Pracht der immergrüne Buchsbaum - eines der nördlichsten Vorkommen in Europa überhaupt.


Foto: Marco Rothbrust
Foto: Marco Rothbrust

Von Hier aus ...

... ist man nicht nur schnell in Koblenz, am Laacher See, am Nürburgring oder auf einer Autobahn (A61 und A48). Man kommt auch - und das zu Fuß - schnell über die Moselbrücke Löf-Alken auf die andere Moselseite, z.B. ins "Moselstädtchen" Alken mit seiner doppeltürmigen Burg Thurandt. Und auch die Ehrenburg (im gleichnamigen Tal hinter dem Löf gegenüber gelegenen Brodenbach) und die weltberühmte Burg Eltz (im Elztal, unweit Wierschem) können von Löf aus angefahren oder auch erwandert werden. Apropos wandern: Rund um Löf und Kattenes gibt es zahlreiche premierte Wanderrouten, wie den "Moselsteig", den "Würzlaysteig" sowie mehre "Traumpfade" und "Traumpfädchen". Immer beliebter ist das Moseltal auch zum Radfahren auf dem gut ausgebauten Moselradweg im romantischen Unter- und Mittelmosel-Tal. Und auch der Maifeldradweg auf einer alten Bahnstrecke ist nicht weit entfernt. Schiffsfahrten, historische Führungen, Wassersport, Schwimmbäder, Quad-Touren, Campingplätze und natürlich zahlreiche Weinlokale, Gastwirtschaften, Restaurants und Hotels - all das bietet die Region rund um Löf und Kattenes.


Foto: Willi Probstfeld
Foto: Willi Probstfeld